Wurzelbehandlung oder Zahnimplantat - was ist besser?
Die Erfolgschancen von moderner Wurzelbehandlung und der Versorgung mit einem Zahnimplantat können bei optimalen Bedingungen beide sehr hoch sein. Das sind die Ergebnisse vieler zahnmedizinischer Studien.
Ihr Zahnarzt berücksichtigt für Ihre Beratung in dieser Frage verschiedene Gesichtspunkte, etwa die zahnmedizinische Ausgangssituation, das Ziel der gesamten Behandlung, die funktionelle und ästhetische Prognose, die Kostenfrage.
Wie so oft steckt Wichtiges aber auch im Detail. So scheint z.B. auch die Spezialisierung des Zahnarztes bei der Einschätzung eine Rolle zu spielen. Einer aktuellen Studie aus Philadelphia zufolge empfehlen - bei identischen Fällen - Implantologen weitaus häufiger die Versorgung mit einem Implantat und Endodontologen häufiger die Zahnerhaltung mit einer Wurzelbehandlung. Generalisten ohne Spezialisierung liegen etwa in der Mitte.
Endodontie - eine dauerhaft gesunde Lösung
Moderne Wurzelbehandlungen reinigen das gesamte Wurzelkanalsystem des Zahnes dauerhaft von Bakterien. Ein so versorgter Zahn ist im Prinzip so gesund und haltbar wie ein unbehandelter natürlicher Zahn. Es finden keine Entzündungsprozesse an Zahn und Zahnwurzeln mehr statt.
Mitunter halten sich noch falsche Vorstellungen, etwa dass die Entzündungen im Zahn nicht wirklich beseitigt werden können. Diese stammen aus Zeiten, in denen Wurzelbehandlungen wie in heutiger Form , noch nicht beherrscht wurden - z. B. aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Manchmal wird leider deshalb die Empfehlung für ein Implantat in Unkenntnis der heutigen endodontologischen Möglichkeiten getroffen.
Das Implantat - der bessere Zahn?
Um das Zahnimplantat ranken sich zudem viele Mythen. So suggeriert etwa Werbung und dentales Marketing, ein Implantat halte ewig. Tatsächliche Untersuchungen zeigen aber, dass auch bestens eingesetzte Implantate nach Jahren nicht haltbarer sind als natürliche Zähne. Ebenfalls sind sie nicht haltbarer, als ein wurzelbehandelter Zahn. Die Haltbarkeit des Implantates ist zudem abhängig von einer sehr ausgeprägten Mundhygiene, dem Aufgeben des Rauchens und von regelmäßigen Kontrollterminen. Jenseits von zehn Jahren steigen Probleme mit eingesetzten Implantaten dennoch an. Der Behandlungsbedarf und die Verlustquote liegen dann auch höher, als bei Zähnen, die eine optimale Wurzelfüllung erhalten haben. Keinesfalls ist also mit einem Implantat das zahnmedizinische Problem immer auf Dauer gelöst und ein Implantat ist auch nicht der bessere Zahn.
Den eigenen Zahn erhalten - oft die erste Wahl
Bei Zähnen mit guter Prognose ist aus unserer Sicht meistens der Wurzelbehandlung der Vorzug zu geben. Auch bei schon wurzelbehandelten Zähnen oder einer unklaren Prognose sprechen häufig viele Argumente für eine erneute Wurzelbehandlung mit optimierten Verfahren. In einigen Fällen kann eine Implantat-Versorgung die sinnvollere Empfehlung sein.
Wir möchten unserer Beratung für Sie so verständlich wie möglich gestalten und Sie über die wichtigen Gesichtspunkte informieren, so das Sie eine qualifizierte Entscheidung treffen können. Wissenschaftlich Fakten und unsere Erfahrung mit Wurzelbehandlung und Implantat-Versorgung sind die Grundlage hierfür. Informieren Sie sich bei uns. Wir freuen uns auf Sie.

